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Terrassenüberdachung

Eine Terrassenüberdachung kann eine Terrasse evident aufwerten, gleichgültig ob die Überdachung aus Glas, Holz oder sogar Metall besteht. Doch eines gleich vorweg: eine gute Terrassenüberdachung ist alles andere als billig. Sie muss nicht nur Wind und Sturm trotzen, sondern ebenso im Winter dem höheren Gewicht durch Schneemassen widerstehen. Eine weitere Überlegung sollten Sie in die gängigen Bauverordnungen investieren. Hierzu sollten Sie das zuständige Bauamt kontaktieren und sich über die geltenden Bestimmungen informieren. Für kleine Bauvorhaben entfällt häufig die Beantragung einer Baugenehmigung (u.U. sogar die Anzeigepflicht), doch dies ist regional sehr unterschiedlich und sollte auf jeden Fall mit dem lokalen Bauamt abgesprochen werden. Durch eine hochwertige Terrassenüberdachung können Sie eine normale Terrasse schnell in eine hübsche Veranda oder sogar einen gemütlichen Wintergarten verwandeln. Dazu müssen Sie aber bei der Wahl Ihrer Überdachung unbedingt das Außenrefugium bzw. die Bedingungen Ihrer Terrassenumgebung miteinbeziehen. Natürlich gibt es auch hier ganz unterschiedliche Preisklassen. Auch der Selbstbau stellt eine überlegenswerte Alternative zu Fertigbausätzen vom Baumarkt dar (bitte beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Schneelast und Windlast Ihres Terrassendaches). Wenn Ihre Terrassenüberdachung hingegen sehr aufwändig und imposant werden soll, werden Sie in vielen Fällen nicht um die Beauftragung eines Fachmanns herumkommen.

Obwohl auch Überdachungen aus Kunststoff mittlerweile sehr hochwertig sein können (dies schlägt sich jedoch ebenfalls im Preis nieder), empfehlen wir eine stabile und optisch ansprechende Holzkonstruktion. Diese passt natürlich auch optimal in ein bestehendes Gartenkonzept mit einer Holzterrasse. Als Dachmaterial für Holzkonstruktionen hat sich Wellkunststoff schon oft bewährt. Auf jeden Fall müssen Sie bei jeder Terrassenüberdachung einen Abfluss für Regenwasser mit einplanen, da ansonsten das Wasser unkontrolliert auf die Terrassen strömt. Ein geregelter Abfluss in eine Regentonne bietet zudem den Vorteil, dass Sie jederzeit kostenlos Wasser zur Bewässerung Ihres Gartens zur Verfügung haben.

Die Terrassenüberdachung als Veranda oder Wintergarten

Eine einfache Terrassenüberdachung bietet jedoch nur begrenzten Wind- bzw. Witterungsschutz. Als Abhilfe bietet sich der Ausbau zu einem Wintergarten an. Mit solch einer Überdachung können Sie Ihre Terrasse sogar in der Winterzeit nutzen. Ebenso wie bei einer Veranda (= eine Veranda ist eine Terrasse mit Windschutz) sitzen Sie beim Wintergarten so nicht im Windkanal und können Ihre Terrasse zu jeder Stunde genießen. Durch den Anbau einer Veranda kann ferner auch ein effektiver und hübscher Sichtschutz in Ihr Gartenkonzept integriert werden.

Sollten Sie ein Glasdach als Überdachung in Erwägung ziehen, beachten Sie bitte, dass dieses zwar sehr edel anmutet, jedoch vor allem im Hochsommer zu unerträglichen Temperaturen auf der Terrasse führen kann. Sollte Ihre Veranda also gen Süden liegen, raten wir von einer Glasverkleidung ab. In den anderen Himmelsrichtungen können Sie hingegen über ein Glasdach nachdenken. Eine natürliche Lösung des Sicht- und Windschutzproblems bieten Kletterrosen oder Efeu. Diese können hervorragend in Holzkonstruktionen integriert werden. Sie bieten auch Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Auch eine Kunststoffverkleidung des Daches kann durch Rosen bzw. Begrünung aufgewertet werden und den vielleicht nicht ganz so schönen Kunststoff verdecken. Die passenden Kunststoffplatten für die Verkleidung des Terrassendaches bestehen in der Regel aus Acryl oder sogar Plexiglas (Lichtplatten-Design).

Ob Sie hingegen eine Verglasung Ihrer offenen Veranda zu den Seiten hin wünschen (die Fenster können hier als Schiebefenster montiert werden), hängt von Ihren Präferenzen ab.

Markise oder Sonnensegel als alternative Überdachung

Sonnensegel als TerrassenüberdachungEine häufig sehr viel einfachere Lösung bietet sich in der Montage einer Markise oder eines Sonnensegels. Beide dienen jedoch primär dem Sonnenschutz, halten jedoch als stabile Konstruktionen auch Regen ab. In den Wintermonaten können Sie jedoch keines von beiden verwenden, da Sie der Schneelast nicht gewachsen sind. Das Sonnensegel sollte bei Sturm und Schneefall sogar abmontiert werden, um Schäden zu vermeiden. Die Markise wird im Gegensatz zum Sonnensegel bei Bedarf ausgefahren und wird fest an der Hauswand montiert. Ein Sonnensegel hingegen zeichnet sich durch enorme Flexibilität aus, da es nicht nur einseitig an der Hauswand mit einer Hakenvorrichtung (ein im Garten befestigter Stützpfeiler bildet hier den Gegenpart) montiert werden kann, sondern ebenso völlig frei im Garten. Dies kann zu Grillfesten, zum Sonnenschutz des Kindes im Sandkasten oder auch als alternativer Car-Port sehr hilfreich sein. Zur Befestigung dient in diesen Fällen nicht mehr die Hauswand, sondern ausschließlich Stützpfeiler bzw. Bodenverankerungen im Garten. Selbstverständlich können Sie klassische Terrassenüberdachungen und z.B. zusätzlich montierte Sonnensegel beliebig kombinieren.

Zusammenfassend bieten Sich dem Terrassenliebhaber vielfältige Möglichkeiten, eine hochwertige und zum Gesamtkonzept der Terrasse harmonisch passende Überdachung zu errichten. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch einen Fachmann zu Rate ziehen, da Verschnitt beim Eigenbau sehr teuer werden kann und falsche statische Berechnungen sogar Ihre Sicherheit gefährden können.


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